Unsere Arbeit im Kinderdorf

Manuelzinho wird aufgenommen
Manuelzinho wird aufgenommen
Abschied des Jugendlichen Leandro im Jugendhaus
Abschied des Jugendlichen Leandro im Jugendhaus
Stärkung des Selbstwertgefühls - Jugendliche beim Auftritt vor dem Rathaus
Stärkung des Selbstwertgefühls - Jugendliche beim Auftritt vor dem Rathaus
Regeln lernen & sportliche Ertüchtigung beim Fussballspiel im Dorf
Regeln lernen & sportliche Ertüchtigung beim Fussballspiel im Dorf
Applaus dem Chor - das tut geschundenen Seelen gut
Applaus dem Chor - das tut geschundenen Seelen gut
Spielen im Jugendhaus
Spielen im Jugendhaus

Seit dem Jahre 1990 hat Brasilien eines des besten Kinder- und Jugendschutzgesetzte der Welt. Realität und Gesetzgebung klaffen aber weit auseinander. Das Kinderdorf möchte die im Gesetzt versprochene "absolute Priorität für Kinder u. Jugendliche" Wirklichkeit werden lassen für die, die gerade in Not geraten sind.

 

Schutz der Kinder und Jugendlichen

Das Kinderdorf bietet Schutz und Hilfe für Kinder, denen die Fürsorge einer Familie fehlt. Es sind oft Sozialwaisen, Verlassene, aber auch seelisch, körperlich und sexuell misshandelte Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren, die hier Aufnahme finden. Viele Institutionen, so z.B. auch die SOS-Kinderdörfer nehmen Kinder nur bis zu einem Alter von 6 bis 8 Jahren auf, da ältere Kinder, aufgrund der umfangreichen negativen Erlebnisse und zunehmenden Entwurzelung, oft erheblich schwieriger zu betreuen sind.

 

Betreuung in familiärem Umfeld

Die ganzheitliche Erziehung im Kinderdorf umfasst Schulbildung, ärztliche und psychologische Betreuung sowie sportliche, künstlerische und kulturelle Aktivitäten. Die Sozialmütter und Väter wohnen mit ihren Schützlingen in den Jugendhäusern, genannt Malocas. Damit ist eine fürsorgliche Betreuung in möglichst familiärer Umgebung rund um die Uhr gewährleistet. Gemeinsame Mahlzeiten, Hausaufgaben und Freizeitgestaltung finden innerhalb dieser "Ersatzfamilie" statt.

 

Ständige Vorbereitung auf die Re-Integration

Langfristiges Ziel des Kinderdorfs ist es, die Kinder wieder in ihre Familien zu integrieren - falls die leisesten Ansatzpunkte dafür vorhanden sind. Die Unterstützung der AMECC gilt deshalb nicht nur den Kindern, sondern auch den Familien. Alle 14 Tage finden deshalb die sogenannten Integrationstage statt, wo die Kinder bei Angehörigen der Großfamilie zuhause sind. So sollen sie langsam auf ihr Sozialleben nach dem Aufenthalt im Kinderdorf vorbereitet werden.

 

Kinder als Protagonisten

Bei uns spielen die Kinder und Jugendlichen der Hauptrolle. Wir wollen sie im Aufbau ihrer Zukunft begleiten und unterstützen. Natürlich ist das, vor allem in jüngeren Jahren, auch verbunden mit Regeln und Grenzen. Es geht aber darum die kleinen Hauptdarsteller ihres eigenen Lebens in liebevoller Art und Weise zu führen und zu unterstützen - eben so wie's jeder einzelne braucht. Diese Begleitung geht oft auch weit über das 18. Lebensjahr hinaus, denn wie in einer echten Familie kommen die großen Jungs mit ihren Sorgen noch lange Papa und Mama zurück.

 

Networking

Die Gemeinschaft der Kleinen mit Christus ist sich bewusst, dass sie alleine nicht viel erreichen kann. Neben dem wunderbaren Netzwerk von Unterstützern und Freunden in Deutschland, legen wird auch großen Wert auf die Zusammenarbeit vor Ort gelegt, mit der Diözese Guarabira, dem "Human Network International", sowie den staatlichen und städtischen Einrichtungen zusammenzuarbeiten. So soll der Schutz der Kinder und Jugendlichen gesichert werden. Laut Gesetz muss z.B., jeder Stadtbezirk eine Conselho Tutelar (eine ähnliche Institution wie unser Jugendamt) besitzen. Deren Auftrag es ist, Jugendliche und Kinder der Stadt zu schützen. Alle der im Kinderdorf lebenden Kinder wurden vom Conselho Tutelar bzw. Jugendrichter ins Dorf gebracht.